
Dialogprozess zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts im deutsch-polnischen Grenzgebiet

In den Regionen Uckermark-Barnim und Zachodniopomorskie (Westpommern)
Landschaftswasserhaushalt
Der Landschaftswasserhaushalt betrachtet die Komponenten des Wasserkreislaufs (Niederschlag, Verdunstung, Abfluss, Speicher) in einem konkreten landschaftlichen Gefüge mit seinen natürlichen sowie vom Menschen veränderten Eigenschaften. Er betont die starke Verbindung von Wasser und Landschaft mit ihren vielfältigen Wechselwirkungen und gegenseitigen Abhängigkeiten.
Wozu dieses Projekt?
Mit den zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels – allen voran den steigenden Temperaturen – wächst auch die Konkurrenz um Wasser und wird immer mehr zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema. Extremwetterereignisse wie Starkregen, Hochwasser und Dürreperioden treten häufiger und intensiver auf und stellen auch die Regionen beiderseits der Oder vor große Herausforderungen.
Die lange intensive Nutzung der Landschaft hat ihrerseits deutliche Spuren im regionalen Landschaftswasserhaushalt hinterlassen. Großflächige Entwässerungen, die Begradigung von Fließgewässern und die Versiegelung von Böden haben oberirdische und unterirdische Abflüsse beschleunigt, sodass Wasser nicht mehr in ausreichendem Maße in der Landschaft gehalten wird. Im Zusammenspiel mit den steigenden Temperaturen führt das immer stärker zu ausgetrockneten Böden, schrumpfenden Seen, sterbenden Wäldern und einer stark verringerten Grundwasserneubildung.
Der Schlüssel, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, liegt in der Stabilisierung des regionalen Landschaftswasserhaushaltes. Er hat enorme Bedeutung sowohl für die Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen als auch für die Funktionsfähigkeit nahezu sämtlicher Wirtschaftszweige und Lebensbereiche in unserer Region – von der Landwirtschaft über den Tourismus bis hin zur Siedlungsentwicklung.
Zielstellung
Unser gesamtes Projekt zielt auf die Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts in der Projektregion ab.
Dazu möchten wir im Rahmen des Modellprojektes:
- zusammen mit Akteuren aus den Regionen Strategien und Maßnahmen zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts identifizieren und befördern
- Wissen vermitteln, um für die Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten zu sensibilisieren
- Akteure vernetzen, um neue Kooperations- und Umsetzungsmodelle zu erarbeiten und zu diskutieren
- zum grenzüberschreitenden Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Deutschland und Polen an den Schnittstellen zwischen Raumordnung und Wasserwirtschaft beitragen
- Erkenntnisse über Möglichkeiten und Grenzen der regionalplanerischen Steuerung im Bereich des Landschaftswasserhaushaltes gewinnen
Zielgruppen
In der Planungsregion Uckermark-Barnim wollen wir insbesondere mit den Kommunen sowie den Landeigentümern und -nutzern beider Landkreise ins Gespräch kommen, um dem Ziel, den regionalen Landschaftswasserhaushalt nachhaltig zu stabilisieren, gemeinsam näher zu kommen.
Im deutsch-polnischen Dialogprozess liegt unser Fokus auf dem Austausch mit den relevanten Institutionen von Raumordnung und Wasserwirtschaft auf beiden Seiten der Oder.
Laufzeit
Unser MORO-Projekt läuft von November 2024 bis Juli 2027.
Projektflyer – Dialogprozess zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts (deutsch)
Projektflyer – Dialogprozess zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts (polski)
Neuigkeiten & Veranstaltungen
Fördermittelgeber
Finanziert und gefördert durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) aus Mitteln der Modellvorhaben der Raumordnung (MORO)


















