Aktuelles

Positionspapier aus der ARL veröffentlicht: „Daseinsvorsorge und gleichwertige Lebensverhältnisse neu denken – Perspektiven und Handlungsfelder“

Wir möchten Sie gerne auf das soeben erschienene Positionspapier „Daseinsvorsorge und gleichwertige Lebensverhältnisse neu denken – Perspektiven und Handlungsfelder“ aus der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) hinweisen, an dem die Regionale Planungsstelle mitgearbeitet hat.

Angesichts grundlegend veränderter Rahmenbedingungen und begrenzter Handlungsressourcen des öffentlichen Sektors sind eine Auseinandersetzung mit der Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse und eine Positionierung aus der Perspektive der Raumwissenschaft und Raumplanung angebracht. Mit dem Positionspapier möchten die Mitglieder der Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Daseinsvorsorge und gleichwertige Lebensbedingungen“ der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) Diskussionsanstöße geben und zu einer konstruktiven und offenen Auseinandersetzung mit neuen Lösungs- und Denkansätzen ohne Vorfestlegungen aufrufen.

Die zentralen Forderungen lauten:

  • Daseinsvorsorge in Koproduktion erbringen
  • Daseinsvorsorge als zentrale Herausforderung für alle Teilräume bearbeiten
  • Daseinsvorsorge stärker an der Wirkung als an der Ausstattung orientieren
  • Mindestversorgung als Umsetzung des Gleichwertigkeitsziels flächendeckend sichern
  • Aufgabe von Siedlungseinheiten ergebnisoffen diskutieren
  • Bestehende Umsetzungsdefizite angehen

Diese Punkte werden zunächst in einer dreiseitigen Kurzfassung dargestellt und im Anschluss hergeleitet, erläutert und mit kartographischen Darstellungen hinterlegt.

Download:

Daseinsvorsorge und gleichwertige Lebensverhältnisse neu denken – Perspektiven und Handlungsfelder

 


 

Machen Sie mit! – Neues Beteiligungsformat für die Bürgerinnen und Bürger im Land Brandenburg zur zukünftigen Entwicklung der ländlichen Regionen gestartet

Am 8. Juli 2016 wurde das Dialogportal der Enquete-Kommission "Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels" des Landtages Brandenburg auf einer Pressekonferenz eröffnet. Gemeinsam stellten Landtagspräsidentin Britta Stark, der Kommissionsvorsitzende Wolfang Roick und sein Stellvertreter Henryk Wichmann das Beteiligungsangebot im Internet vor: Unter der Adresse

www.dialog.landtag.brandenburg.de

sind Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, Ideen, Anregungen, Fragen, aber auch Kritik an die Kommission zu richten, die anschließend in die weitere Arbeit der Kommission einfließen sollen. In verschiedenen Dialogen haben die Bürgerinnen und Bürger über die nächsten Jahre damit die Gelegenheit, direkt Einfluss auf die Arbeit der Enquete-Kommission zu nehmen.

Auf Antrag der SPD-Fraktion, der CDU-Fraktion, der Fraktion DIE LINKE, der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der BVB / FREIE WÄHLER Gruppe hat der Landtag Brandenburg in seiner 12. Plenarsitzung am 10. Juni 2015 die Einsetzung einer Enquete-Kommission "Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels" beschlossen. Die Kommission soll Empfehlungen an den Landtag und die Landesregierung abgeben, wie im Land Brandenburg ein Konzept für eine wirkungsvolle Daseinsvorsorge sowie eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung der ländlichen Regionen gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels unterstützt und vorangetrieben werden kann.

Neben den regelmäßigen Bürgersprechstunden bei den zahlreichen vor Ort Sitzungen der Kommission ermöglicht das Dialogportal den Bürgerinnen und Bürgern einen direkten Draht zur Enquete-Kommission. In verschiedenen Dialogen haben die Bürgerinnen und Bürger über die nächsten Jahre die Gelegenheit, direkt Einfluss auf die Arbeit der Enquete-Kommission zu nehmen.

Erste Beteiligungsrunde bis 31. August 2016

Aktuell können Sie die Schlussfolgerungen „Perspektiven Ländlicher Räume“ kommentieren. In acht Themenfeldern werden verschiedenen Thesen formuliert, die Grundlage der künftigen Arbeit der Kommission sein sollen. Hier haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die einzelnen Thesen zu kommentieren und der Kommission ihre Meinung zu den Thesen mitzuteilen. Dieser Dialog endet am 31. August 2016. Anschließend findet eine Auswertung der Kommentare zu den Thesen statt. Über die Ergebnisse wird dann auf dem Dialogportal informiert. Weitere Dialoge sind bereits in Arbeit und werden in den nächsten Monaten veröffentlicht.

Darüber hinaus haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Fragen und Anregungen auf dem Dialogportal zu veröffentlichen, die dort von Kommissionsmitgliedern und Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden können.

Auf der Startseite wird auch immer wieder eine Kurzumfrage veröffentlicht, welche kurze Fragen zum ländlichen Raum nicht repräsentativ abfragt. Ideen zu Umfragen können von allen Bürgerinnen und Bürgern eingereicht werden.

Aktuelle Meldungen informieren über Neuigkeiten rund um die Enquete-Kommission. Sitzungstermine und Orte werden hier veröffentlicht, ebenso neue Protokolle und Berichte und Bilder aus vergangenen Sitzungen.

 


 

Neue Bevölkerungsprognose 2014 bis 2040 für das Land Brandenburg

Gemeinsam mit dem Landesamt für Bauen und Verkehr Brandenburg hat das Amt für Statistik Berlin Brandenburg die letzte Bevölkerungsprognose aus dem Jahr 2009 aktualisiert. Die Aktualisierung beruht auf den Daten des Zensus 2011, mit dem die bis dahin ermittelte Bevölkerungszahl neu justiert wurde und die vorherige Prognoserechnung somit ihre Basis verloren hatte. Die Ergebnisse der Prognose reichen bis zum Jahr 2040. Regionale Ebene sind die Kreisfreien Städte und die Kreise des Landes Brandenburg. Nach der neuen Prognose wird die Bevölkerungszahl Brandenburgs bis zum Jahr 2040 gegenüber 2013 um ca. 282.000 Personen (11,5 %) zurückgehen und 2040 einen Stand von 2,17 Millionen Menschen erreichen. Unverändert ist von einer weiteren Verschiebung der Bevölkerungsproportionen zugunsten des Berliner Umlandes auszugehen. Der Trend zur Alterung der Bevölkerung setzt sich fort, so dass im Jahr 2030 bereits mehr als ein Drittel der Bevölkerung 65 Jahre oder älter sein wird. Das Erwerbspersonenpotential, zu denen die 15- bis 65jährigen gerechnet werden, wird bis 2040 um voraussichtlich 28 % abnehmen. In der veröffentlichten Berechnung finden die Auswirkungen der internationalen Migration noch so gut wie keine Berücksichtigung, da Dynamik und Auswirkungen derzeit nicht seriös abgeschätzt werden können.

Schätzungen für die Ämter und amtsfreien Gemeinden des Landes Brandenburg wurden vom Landesamt für Bauen und Verkehr veröffentlicht. Bedingt durch das Geburtendefizit wird sich der allgemeine negative Trend in der Bevölkerungsentwicklung fortsetzen. In der kleinräumigen Betrachtung treten dabei jedoch die regionalen Unterschiede deutlicher hervor. Von den 200 Ämtern und amtsfreien Gemeinden wird nur für 38 fast ausnahmslos im Berliner Umland liegende amtsfreie Gemeinden eine positive Bevölkerungsentwicklung bis 2030 erwartet. Währenddessen müssen 71 Ämter und amtsfreie Gemeinden im weiteren Metropolenraum bis 2030 mit einem Rückgang der Bevölkerungszahl um mindestens 15 % rechnen.

 

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InfrastrukturFolgekostenSchätzer – Was kostet Bauen?

Am 18.03.2015 wurde vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung das Programm „FolgekostenSchätzer 5.0“ freigeschaltet. Das Programm ist kostenlos und bietet eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die kommunalen Planungsverfahren. Die Kosten und Folgekosten der Bebauung alternativer Flächen für identische Nutzungen, aber auch alternativer Planungen auf demselben Grundstück können mit dem Programm abgeschätzt werden. Damit können die finanziellen Belastungen überschlägig ermittelt werden, welche aufgrund der grundsätzlichen Planungsentscheidung voraussichtlich dauerhaft auf der Gemeinde lasten werden.

Gemeinsam sind Land und Gemeinden bestrebt, eine Balance zwischen den Bedürfnissen einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung und einer wirtschaftlich tragfähigen Bautätigkeit für bezahlbaren Wohnraum zu finden. Der demografische Wandel, hohe Infrastrukturkosten sowie Energieeffizienz und Klimaschutz erfordern eine nachhaltige, zukunftsorientierte Siedlungsentwicklung, die sich verstärkt auf den Siedlungsbestand konzentriert. Eine frühzeitige Abschätzung der finanziellen Auswirkungen von neu auszuweisenden Baugebieten im Vergleich zu Projekten der Innenentwicklung bietet eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Kommunen. Sie kann dazu beitragen, den Flächenbedarf entscheidend zu reduzieren.

Den Download für das Programm einschließlich Benutzerhandbuch finden Sie auf der Homepage des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung:  

 

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Strategien zur Sicherung der Daseinsvorsorge in Kleinstädten

Eine Publikation in der Verbandzeitschrift des Bundesverbands für Wohnen und Stadtentwicklung e.V (vhw) beschäftigt sich mit dem Thema „Kleinstädte und Kleinstädter im soziodemografischen Wandel“. Auch nach mehr als einem Jahrzehnt vertiefter Diskussionen und Forschungen über die Folgen von und den Umgang mit kleinräumigem Bevölkerungsrückgang hat das Thema nichts an Aktualität verloren. Im Gegenteil: Längst ist Schrumpfung ein gesamtdeutsches Problem geworden. Verlief sie in vielen ostdeutschen Städten und Gemeinden als radikaler Einschnitt, so ist Schrumpfung in Niedersachsen, Hessen und anderen westdeutschen Bundesländern heute ein eher schleichender Prozess und knüpft dabei doch vielerorts, z. B. entlang der vormaligen innerdeutschen Grenze, an Entwicklungen der 1970er und 1980er Jahre an..

 


BBSR-Online-Publikation: Vom demografischen Wandel besonders betroffene Regionen. Ein wichtiges Thema im Kontext der Demografiestrategie

Zur Umsetzung der Demografiestrategie der Bundesregierung hat die Arbeitsgruppe D „Entwicklung eines Nationalen Koordinierungsrahmens zur Sicherung der Daseinsvorsorge und Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft“ Vorschläge zur Abgrenzung von Regionen vorgelegt, die besonders vom demografischen Wandel betroffen sind. Darüber hinaus wurden Handlungsempfehlungen zur Stärkung dieser Regionen erarbeitet. Die Handlungsempfehlungen sehen unter anderem vor, dass regionsspezifische Antworten gefunden und den Kommunen mehr Gestaltungsspielräume zur Sicherung der Daseinsvorsorge eröffnet werden sollten. Zudem geht es darum, neue Kooperationsmöglichkeiten zu nutzen und dabei auch stärker auf bürgerschaftliches Engagement zu setzen. Förderprogramme sollten noch besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Regionen zugeschnitten werden.

Die Dezembertagung 2013 des Arbeitskreises „Städte und Regionen“ der Deutsche Gesellschaft für Demographie (DGD) in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bot ein Forum, die Ergebnisse zur Umsetzung der Demografiestrategie der Arbeitsgruppe D „Entwicklung eines Nationalen Koordinierungsrahmens zur Sicherung der Daseinsvorsorge und Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft“ mit Fachleuten aus den Kommunen und Regionen sowie der Wissenschaft zu diskutieren. Die Regionale Planungsstelle hat sich auf der Tagung mit einem Beitrag zu den Herausforderungen des demografischen Wandels für die Regionalplanung in der Region Uckermark-Barnim eingebracht. Die Ergebnisse der Tagung zum Thema sind nun in der BBBSR-Online-Publikation: „Vom demografischen Wandel besonders betroffene Regionen. Ein wichtiges Thema im Kontext der Demografiestrategie“ erschienen.

 

Download:

BBSR-Online-Publikation: Vom demografischen Wandel besonders betroffene Regionen. Ein wichtiges Thema im Kontext der Demografiestrategie

Links: Weitere Informationen zum Thema Demografie in der Planungsregion Uckermark-Barnim