Forschungsvorhaben ELaN (Entwicklung eines integrierten Landmanagements durch  nachhaltige Wasser- und Stoffnutzung in Nordostdeutschland)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert dieses Verbundforschungsprojekt im Rahmen des Förderschwerpunktes Nachhaltiges Landmanagement. Ausgangspunkt für das Verbundprojekt ist die bisherige Praxis, gereinigtes Abwasser über Oberflächengewässer abzuleiten, womit es der Landschaft verloren geht. Angesichts zunehmender Trockenheit, sinkender Grundwasserstände und des Nährstoffbedarfs der Böden bietet sich die Nutzung von gereinigtem Abwasser als Bestandteil eines nachhaltigen Wasser­- und Landmanagements in der Region Berlin­-Brandenburg an. Dies stabilisiert den regionalen Wasserhaushalt und trägt zum Erhalt wertvoller Feuchtgebiete bei, auf denen Biomasse zur stofflichen und energetischen Verwertung erzeugt werden kann. Die aus den Nährstoffen des Abwassers gewinnbaren Dünger (z.B. MAP) stehen wiederum der Landwirtschaft zur Verfügung. In der Planungsregion Uckermark-Barnim werden in den Projektgebieten ehemalige Rieselfelder Hobrechtsfelde und ehemaliges Niedermoor in Bereich der Randow-Welse-Niederung umfangreiche Untersuchungen verschiedenster Fachrichtungen durchgeführt. Das Verbundvorhaben ELaN koppelt technologische Innovationen im Bereich Wasser- und Nährstoffmanagement mit organisatorischen Innovationen für ein nachhaltiges Landmanagement. Neben der Klärung der politisch-rechtlichen Voraussetzungen für die Ausbringung von gereinigtem Abwasser, liegt ein Schwerpunkt in der Stärkung regionaler Wertschöpfung. Die regionale Planungsgemeinschaft ist eingebunden in das Teilprojekt 11 „Governance Strategien und regionalplanerische Steuerung“. Schwerpunkt dieses Teilprojektes liegt in der Verankerung nachhaltiger Landnutzung auf der Ebene der Regionalplanung mit dem Blick auf landwirtschaftliche Flächen.