Regionalstrategie Daseinsvorsorge Uckermark 2030

Das Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge soll ausgewählte Modellregionen in ländlichen Räumen darin unterstützen, sich innovativ den infrastrukturellen Herausforderungen des demografischen Wandels zu stellen und mit einer Regionalstrategie Daseinsvorsorge erforderliche Infrastrukturanpassungen vorausschauend und kooperativ zu gestalten. Das Projekt wird im Rahmen der Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) durchgeführt und finanziell gefördert.

Die Regionalstrategie Daseinsvorsorge ist ein Instrument für jene ländlich strukturierten Regionen, in denen die Grundversorgung mit unverzichtbaren örtlichen Leistungsangeboten wie Schulen, Kindergärten, Gesundheits-und Beratungseinrichtungen, ÖPNV, Straßen und technischer Ver- und Entsorgung gefährdet ist, weil die Bevölkerung stark abnimmt oder altert und so wichtige Auslastungsschwellen unterschritten werden. Der Planungshorizont liegt mit 20 Jahren, deutlich über den der Fachpläne (Landesentwicklungsplan, Schulentwicklungsplan, Nahverkehrsplan etc.).


Mit Hilfe der Regionalstrategie sollen gesetzliche Rahmenbedingungen wie Normen und Richtlinien verändert und den sich entwickelnden infrastrukturellen Gegebenheiten angepasst werden. Es wird die Neuausrichtung von Strategien, Standards und Instrumenten der Raumordnung angestrebt.


In vier Arbeitsgruppen (Infrastrukturbündel) werden mit Hilfe von Status-quo-Analysen und kleinräumiger Bevölkerungsprognosen Gestaltungsszenarien, Erreichbarkeitsmodelle und Anpassungsstrategien erarbeitet. Als Ergebnis sollen Projekte vorliegen, die in den folgenden Jahren umgesetzt werden können. Zu den vier Arbeitsgruppen in der Modellregion Uckermark gehört die AG "Leben im Alter", die AG "Bildung und Betreuung", die AG "Kommunale Gefahrenabwehr" und die AG "Technische Infrastruktur". In den Arbeitsgruppen diskutieren Vertreter aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden, Infrastrukturanbieter und -nutzer über zukünftsfähige und nachhaltige Anpassungsstrategien. Auch die Regionale Planungsstelle ist an diesen Prozessen beteiligt.


Bundesweit werden 21 ausgewählte Modellregionen in dünnbesiedelten, peripheren ländlichen Regionen unterstützt, sich innovativ den Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Grunddaseinsvorsorge zu stellen.

 

Ansprechpartner und Informationsflyer Regionalstrategie Daseinsvorsorge Uckermark 2030